Cyberversicherung in Celle

Auf dieser Seite möchten wir Sie zu einem der wohl aktuellsten und wichtigsten Themen neben der Corona-Krise informieren, der Cyberversicherung.

Seit dem Aufkommen von Covid-19 sind Hackerangriffe laut der Seite datensicherheit.de deutlich gestiegen, während nur ein Drittel der Hacker ermittelt werden konnten. 

Knapp die Hälfte aller Unternehmen in Deutschland waren inzwischen von erfolgreichen Hackerangriffen betroffen. Wir informieren Sie gerne, wie Sie sich davor schützen können.

Möchten Sie unseren Service kennenlernen? Dann vereinbaren Sie jetzt einen Beratungstermin.

Grafik Cyberversicherung GDV

Was ist eine Cyberversicherung?

Es gibt beinahe kein Unternehmen, keinen Arzt, Selbstständigen oder Handwerker, der nicht mit mindestens einem an das Internet angebundenem Gerät arbeitet.

Je wichtiger die IT für ein Unternehmen ist, desto schlimmer sind die Folgen von Cyberangriffen, wenn sie dazu führen, dass die Firmen-IT plötzlich nicht mehr verfügbar ist oder Daten ausgespäht werden.

Im schlimmsten Fall steht sogar die Existenz des Unternehmens infrage.

Eine Cyberversicherung schützt vor finanziellen Einbußen, da im Schadenfall eine vorher vereinbarte Entschädigung gezahlt wird, wenn z. B. der Geschäftsbetrieb ganz oder teilweise unmöglich wird bzw. eingestellt werden muss.

Folgende Leistungen beinhaltet eine gängige Cyberversicherung:

Wenn nach einem Cyberangriff die Firmen-IT stillsteht, weil z. B. die Kundendatenbank durch ein Schadprogramm (Malware) verschlüsselt wurde und nicht mehr darauf zugegriffen werden kann, zahlt die Versicherung einen vereinbarten Tagessatz, bis das Unternehmen seine Tätigkeit wieder aufnehmen kann. Dieser Tagessatz entschädigt das Unternehmen für den entgangenen Gewinn, so dass es  laufende Kosten begleichen und eine wirtschaftliche Schieflage vermeiden kann.

Die Berechnung des Tagessatzes richtet sich nach folgender Formel:

Jahresumsatz : 365 Tage * Umsatzrendite + Jahreskosten : 365 Tage = Tagessatz

Bei Unternehmen mit saisonalem Geschäft (z.B. Weihnachtsgeschäft) muss der Tagessatz ggfs. individuell vereinbart werden.

Im Cyber-Schadenfall müssen Backups eingespielt werden, möglicherweise sogar Systeme neu beschafft und aufgesetzt werden. Falls Daten rekonstruiert werden müssen, sind hierfür Spezialisten erforderlich.

Die Cyberversicherung ersetzt die Kosten der Rekonstruktion und Wiederherstellung der IT-Systeme.

Je aufwändiger die Rekonstruktion, desto höher sind die Kosten für IT-Experten. Tagessätze i. H. v 1.000 bis 1.500 EUR sind hierbei durchaus üblich, wobei ein Tag hierfür i. d. R. nicht ausreicht.

Kommt es zu einem Datenabfluss, z. B., weil Kunden- oder Kreditkartendaten entwendet wurden, kann das Unternehmen hierfür haftbar gemacht werden.

Werden die Daten z. B. für Identitätsdiebstahlsdelikte verwendet, so kann der Betroffene das versicherte Unternehmen auf Schadenersatz verklagen.

Die Cyberversicherung fungiert hier wie eine Haftpflichtversicherung und wehrt unberechtigte Forderungen ab (passiver Rechtsschutz) oder begleicht die berechtigten Forderungen der geschädigten Kunden.

Gleiches gilt für Kunden, die Schäden erleiden, wie z.B. wenn sie infolge des Cyber-Schadens nicht beliefert werden konnten.

Nach einem Cyber-Schadenfall ist es wichtig, die Ursachen zu analysieren und Beweise zu sichern, um sie später vor Gericht verwenden zu können, z. B. im Rahmen eines Schadensersatzverfahrens.

Die IT-Forensik ist also quasi die Spurensicherung für Ihren IT-Schadenfall, sie analysiert die Ursachen, das Ausmaß des Schadens und versucht Folgeschäden zu verhindern.

Die IT-Forensik wird vom Versicherungsunternehmen beauftragt und bezahlt.

Der Datenabfluss ist einer der häufigsten Schadenfälle im Bereich der Cyberkriminalität.

Vor dem Hintergrund der DSGVO müssen sich Unternehmer vor den geschädigten Kunden und den Datenschutzbehörden verantworten.

Die Versicherungen stellen und übernehmen hier die Beratung durch spezialisierte Anwälte aus dem IT- und Datenschutzrecht.

Ein Datenleck beinhaltet sehr oft auch einen Imageschaden für ein Unternehmen, denn solche Fälle werden oftmals von der Presse aufgegriffen.

So gab es im November 2019 einen Fall, bei dem in einer orthopädischen Praxis in Celle 30.000 Patientendatensätze offen im Internet verfügbar waren.

Dieser Fall ging bundesweit durch die Presse, nachdem die Computerzeitschrift CT (Link) darüber berichtet hatte.

Um den Imageschaden abzuwenden, vermittelt und bezahlt der Cyberversicherer Kommunikationsexperten.

Möglich ist auch der Einsatz spezialisierter Call-Center, welche sich um Anfragen geschädigter Kunden kümmern, wenn  sie von der Kompromittierung ihrer Daten erfahren.

Was leistet die Cyberversicherung noch?

Neben der reinen Schadenversicherung bietet eine Cyberversicherung aber auch Dienstleistungen an, um im Schadenfall richtig reagieren zu können. So müssen z.B. im Falle von Datenabflüssen (d. h. Diebstahl personenbezogener Daten) Fristen (1) eingehalten und der Einbruch muss nach der DSGVO gemeldet werden.

Es sind Computer-Forensiker notwendig, Daten müssen gerettet werden und in vielen Fällen müssen spezialisierte Rechtsanwälte sowie Kommunikationsexperten zum Krisenmanagement hinzugezogen werden.

(1) Art. 33 Abs. 1 DSGVO: „Im Falle einer Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten meldet der Verantwortliche unverzüglich und möglichst binnen 72 Stunden, nachdem ihm die Verletzung bekannt wurde…

Wir beraten Sie gerne zu einer passenden Absicherung.

Voraussetzungen für die Cyberversicherung​

Wie bei herkömmlichen Versicherungen, z.B. der Hausratversicherung, müssen  bei  der Cyberversicherung ebenfalls gewisse Voraussetzungen vorliegen, damit der Versicherer den Schaden reguliert.

Die Versicherungsunternehmen stellen den Kunden Checklisten zur Verfügung, um ihre Firmen-IT zu schützen, auch vermitteln viele Versicherer Kontakte zu Schulungsanbietern oder stellen selbst Schulungen für Mitarbeiter und Verantwortliche zur Verfügung, um präventiv tätig werden zu können und um die Wahrscheinlichkeit, dass ein Schadenfall eintritt, bereits im Vorfeld zu minimieren.

Welche Versicherer bieten Policen gegen Cyber-Gefahren an?​

Derzeit gibt es in Deutschland über 40 Anbieter im Bereich Cyberversicherung.

Wir helfen Ihnen gerne bei der Auswahl eines geeigneten Versicherungspartners.

Rufen Sie uns an oder hinterlassen Sie uns hier über das Kontaktformular einen Rückrufwunsch oder eine schriftliche Anfrage, wir beraten Sie gerne zu Ihrer individuellen Absicherung.

Übersicht der Anbieter von Cyberversicherungen

AIG Europe S.A. Direktion für Deutschland

Allianz Versicherungs-Aktiengesellschaft

Alte Leipziger Versicherung Aktiengesellschaft

ARAG Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft

AXA Versicherung AG

Basler Sachversicherungs-AG

Bayerischer Versicherungsverband Versicherungsaktiengesellschaft

BGV-Versicherung AG

ERGO Versicherung AG

Euler Hermes Deutschland Niederlassung der Euler Hermes SA

Gemeinnützige Haftpflicht- Versicherungsanstalt Darmstadt

Gothaer Allgemeine Versicherung AG

HDI Global SE

Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG Direktion für Deutschland

HISCOX SA Niederlassung für Deutschland

INTER Allgemeine Versicherung AG

LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster a.G.

Mannheimer Versicherung Aktiengesellschaft

Markel Insurance SE

Markel Insurance SE

Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München

Öffentliche Feuerversicherung Sachsen-Anhalt

Provinzial Nord Brandkasse Aktiengesellschaft

Provinzial Rheinland Versicherung AG Die Versicherung der Sparkassen

R+V Allgemeine Versicherung AG

SIGNAL IDUNA Allgemeine Versicherung AG

Sparkassen-Versicherung Sachsen Allgemeine Versicherung AG

SV SparkassenVersicherung Gebäudeversicherung AG

VGH Landschaftliche Brandkasse Hannover

VHV Allgemeine Versicherung AG

Westfälische Provinzial Versicherung Aktiengesellschaft

Württembergische Gemeinde- Versicherung a. G.

Württembergische Versicherung AG

Zurich Insurance plc Niederlassung für Deutschland

Sie finden uns auch auf

2020 Steffens Finanz
made in Celle, Germany